BMWE-Innovationsgutscheine (go-inno)
Du willst ein neues Produkt entwickeln oder einen Prozess grundlegend verbessern — aber weißt nicht genau wie? Mit dem go-inno Innovationsgutschein des Bundes bekommst du 50% deiner Beratungskosten erstattet, wenn du einen staatlich autorisierten (also offiziell geprüften) Innovationsberater beauftragst. Max. 20.000 € pro Jahr. Kein Förderantrag — dein Berater erledigt den Papierkram.
Wichtig: Antrag VOR Beauftragung stellen
Bei diesem Programm musst du den Förderantrag stellen, bevor du Aufträge vergibst oder Verträge unterschreibst. Sonst verfällt der Anspruch.
Förderhöhe
bis 20.000 €
Förderquote
bis 50%
Aufwand
Geringer AufwandBewilligung
–
Was wird gefördert?
⚠️ Ehrlich gesagt: Das ist der größte Nachteil
Nur Beratungskosten werden gefördert — kein Geld für die tatsächliche Umsetzung, keine Software, keine Hardware. Der Tagesatz ist auf 1.100 € gedeckelt — hochspezialisierte Berater kosten oft mehr, der Rest geht auf deine Rechnung. Außerdem musst du die Umsatzsteuer auf den vollen Beratungsbetrag (nicht nur deinen Eigenanteil) selbst zahlen. Und: Die Förderrichtlinie ist formal ausgelaufen — das Programm läuft zwar weiter, aber die Rechtssicherheit für 2026 ist geringer als bei anderen Programmen.
So läuft der Antrag – Schritt für Schritt
Schritt 1: Autorisiertes Beratungsunternehmen finden — Beratersuche auf der Programmwebsite: https://www.innovation-beratung-foerderung.de/INNO/Navigation/DE/Karten/Beratersuche-go-inno/ — nach PLZ oder Region suchen.
Schritt 2: Beratungsbedarf beschreiben — Erkläre dem Berater dein Innovationsvorhaben. Er prüft, ob du förderberechtigt bist und welche Stufe passt.
Schritt 3: Beratungsvertrag abschließen — VOR Beginn der Beratung. Der Berater meldet den Vertrag bei EURONORM (dem Projektträger, also der Organisation die das Programm abwickelt).
Schritt 4: Beratung durchführen — Meist 2-4 Wochen, je nach Umfang.
Schritt 5: Rechnung bezahlen — Du bezahlst nur deinen Eigenanteil (50% netto) + Mehrwertsteuer auf den Gesamtbetrag. Den Rest rechnet der Berater mit EURONORM ab.
Diese Unterlagen brauchst du
Mit dem Antrag einreichen
Vor dem Antrag
Nach Projektende
Während des Projekts
Praxis-Tipps
Nutze go-inno gezielt zur Vorbereitung eines ZIM- oder ERP-Antrags: Der Berater hilft dir, das Innovationsvorhaben so zu formulieren, dass es für ZIM oder andere Förderprogramme passt — und seinen eigenen Einsatz fördert go-inno gleich mit.
Frag den Berater explizit nach KI-Anwendungsfällen für dein Unternehmen: go-inno hat keine Technologieeinschränkungen — KI als Innovations- oder Prozessthema ist explizit förderfähig.
Bestätige beim Berater vor Vertragsabschluss, dass go-inno 2026 noch aktiv ist und er aktuelle Autorisierung hat — die Richtlinie ist formal ausgelaufen, die Praxis laut Website noch aktiv.
Du kannst bis zu 5 Gutscheine pro Jahr nutzen — also sowohl Potenzialanalyse als auch Realisierungskonzept im selben Jahr kombinieren.
Häufige Fragen
Was genau ist ein 'autorisiertes Beratungsunternehmen' und wie finde ich eines?
Das BMWE prüft Beratungsunternehmen nach strengen Qualitätskriterien — Berufserfahrung, Referenzen, Qualifikationen — und autorisiert (erteilt eine offizielle Zulassung) nur die besten. Eine aktuelle Liste findest du direkt auf der Programmwebsite unter 'Beratersuche'. Dort kannst du nach PLZ oder Region suchen und siehst sofort, welche Berater in deiner Nähe zugelassen sind.
Ich habe kein 'Innovationsvorhaben' — ist das Programm trotzdem für mich?
go-inno ist für Produkt- und Verfahrensinnovationen gedacht — also wenn du etwas grundlegend Neues entwickeln oder einen Prozess merklich verbessern willst. Auch KI-Einführung oder Prozessautomatisierung kann als 'technische Verfahrensinnovation' zählen. Eine einfache Softwarebeschaffung ohne Innovationscharakter fällt eher nicht darunter. Im Zweifel: Berater ansprechen und prüfen lassen.
Wie viel zahle ich wirklich?
Der Fördersatz ist fix: 50% der Beratungskosten übernimmt der Bund, 50% zahlst du. Der Tagessatz ist auf 1.100 € begrenzt. Dazu kommt die Mehrwertsteuer auf den vollen Beratungsbetrag (nicht nur auf deinen Anteil). Rechenbeispiel: 3 Beratertage à 1.100 € = 3.300 € Beratungskosten. Du zahlst 1.650 € (50%) + 627 € Mehrwertsteuer auf 3.300 € = 2.277 € gesamt.
Kann ich go-inno mit dem ZIM-Programm kombinieren?
Ja — und das ist sogar die klassische Kombination: go-inno für die Beratung und Planung des Innovationsvorhabens, dann ZIM (Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand — ein Zuschuss für FuE-Projekte) für die tatsächliche Entwicklung und Umsetzung. Der go-inno-Berater hilft dir oft auch, den ZIM-Antrag vorzubereiten.
Das Programm läuft doch aus — kann ich noch einen Berater beauftragen?
Das Programm ist 2026 faktisch noch aktiv — die offizielle Website wird unter BMWE betrieben und Beratungen werden abgewickelt. Die formale Richtlinie war bis Ende 2025 befristet, aber de facto laufen autorisierte Beratungen weiter. Bestätige vor Vertragsabschluss beim Berater, dass er aktuelle Autorisierung hat und Gutscheine noch ausgestellt werden können.
Muss ich den Antrag selbst stellen?
Nein — das übernimmt das autorisierte Beratungsunternehmen. Du schließt den Beratungsvertrag ab, der Berater meldet ihn bei EURONORM (dem Projektträger, der das Programm abwickelt) und rechnet den Förderzuschuss direkt mit EURONORM ab. Du zahlst nur deinen Eigenanteil.
Für wen?
Region
Unternehmensgröße
Branchen
Kontakt & Links
Ansprechpartner
Projektträger EURONORM GmbH
Passt dieses Programm zu dir?
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Förder-Check starten →Die hier dargestellten Informationen basieren auf öffentlich zugänglichen Quellen und der redaktionellen Einordnung durch ki-boost.io. Für verbindliche Auskünfte wende dich an die jeweilige Förderstelle. Wir erbringen keine Rechts-, Steuer- oder Fördermittelberatung. Stand: März 2026.