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Förder-Glossar

77 Förderbegriffe von A bis Z — in Klartext übersetzt. Kein Amtsdeutsch, verständlich beim ersten Lesen.

A
Abrechnungsverfahren
Jedes Förderprogramm hat ein eigenes Abrechnungsverfahren — also einen festgelegten Weg, wie du deine Ausgaben nachweist und das Fördergeld bekommst. Manche Programme arbeiten nach dem Erstattungsprinzip (du legst vor, bekommst später zurück), andere zahlen Abschläge während des Projekts. Kläre das Verfahren vor Projektstart, damit du keine Liquiditätsprobleme bekommst. Mehr im Ratgeber: Kredit oder Zuschuss?
Agile Förderung
Ein neuerer Ansatz bei einigen Programmen: Statt einen starren Projektplan einzureichen, beschreibst du Ziele und Meilensteine — und kannst den Weg dorthin flexibler gestalten. Das passt gut zu KI-Projekten, weil sich Anforderungen während der Umsetzung oft ändern. Noch nicht Standard, aber ein Trend den du kennen solltest. Alle Programme unter Förderprogramme.
AGVO (Allgemeine Gruppenfreistellungsverordnung)
EU-Regelwerk, das bestimmte Förderungen von der Einzelgenehmigung befreit. Für dich wichtig: AGVO-Förderungen (z. B. ZIM, Forschungszulage) zählen NICHT auf dein De-minimis-Budget. Du kannst sie also zusätzlich zu De-minimis-Zuschüssen nutzen.
AI Act (EU KI-Verordnung)
Die EU-Verordnung zur Regulierung von Künstlicher Intelligenz. Sie teilt KI-Anwendungen in Risikostufen ein — von minimal bis verboten. Für die meisten KMU-Projekte relevant: Transparenzpflichten und ggf. Hochrisiko-Einstufung (z. B. bei automatisierten Personalentscheidungen oder Kreditwürdigkeitsprüfungen). Wer KI mit Fördergeld einführt, sollte die Anforderungen des AI Acts von Anfang an mitdenken — das spart Nachrüsten und zeigt Förderstellen, dass du vorausschauend planst. Mehr im Ratgeber.
Antrag vor Beauftragung
Die wichtigste Regel bei fast allen Förderprogrammen: Förderantrag stellen, BEVOR du einen Vertrag unterschreibst oder bestellst. Vorher anfangen = Förderung weg. Das gilt auch für mündliche Zusagen und Anzahlungen. Mehr in der Antragshilfe.
Antragsstichtag
Der letzte Tag, an dem du deinen Förderantrag einreichen kannst. Nicht zu verwechseln mit dem Vorhabenbeginn — der Stichtag betrifft den Antrag, der Vorhabenbeginn betrifft dein Projekt. Aktuelle Fristen findest du unter Impulse.
Auflagen (Bewilligungsbescheid)
Wenn dein Förderantrag bewilligt wird, bekommst du einen Bewilligungsbescheid — und darin stehen Auflagen. Das sind Bedingungen, die du während des Projekts einhalten musst: zum Beispiel Dokumentationspflichten, Fristen für Zwischenberichte oder die Vorgabe, bestimmte Ausgaben nur nach Freigabe zu tätigen. Wer Auflagen ignoriert, riskiert im schlimmsten Fall eine Rückforderung der Förderung. Deshalb: Den Bescheid nicht nur abheften, sondern wirklich lesen. Tipps im Ratgeber: 5 teuerste Fehler.
Auftragsforschung
Du beauftragst jemand anderen (z. B. eine Hochschule oder ein Forschungsinstitut) mit der Entwicklungsarbeit. Bei der Forschungszulage werden 60 % der Rechnung als Bemessungsgrundlage anerkannt.
AZAV-Zertifizierung
AZAV steht für Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung. Klingt sperrig, ist aber wichtig: Wenn du eine Weiterbildung mit öffentlicher Förderung (z. B. Bildungsgutschein) machen willst, muss der Anbieter AZAV-zertifiziert sein. Ohne dieses Gütesiegel gibt es kein Geld von der Agentur für Arbeit. Förderfähige Kurse unter Weiterbildung.
B
BAFA
Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle. Die Behörde, die u. a. die Beratungsförderung für KMU verwaltet. Sitz: Eschborn bei Frankfurt. Nicht zu verwechseln mit der KfW (die macht Kredite). Alle BAFA-Programme unter Beratungsförderung.
Bagatellgrenze
Manche Programme fördern nur Projekte ab einer bestimmten Mindesthöhe — das ist die Bagatellgrenze. Liegt dein Vorhaben darunter (z. B. unter 3.000 Euro Projektkosten), lohnt sich der Aufwand für Antrag und Nachweis oft nicht. Prüfe vorher, ob dein Projekt die Mindesthöhe erreicht. Der Förder-Check hilft dabei.
Beihilferecht (EU)
Das EU-Beihilferecht regelt, wie viel staatliche Unterstützung ein Unternehmen bekommen darf, ohne dass der Wettbewerb verzerrt wird. Die De-minimis-Regel ist ein Teil davon. Für die meisten KMU-Förderungen ist das kein Problem — aber wenn du mehrere Programme kombinierst, solltest du die Obergrenzen im Blick behalten. Mehr im Ratgeber: De-minimis einfach erklärt.
Bemessungsgrundlage
Der Betrag, auf den die Förderquote angewendet wird. Beispiel: Deine Beratung kostet 4.000 Euro, die Bemessungsgrundlage ist aber auf 3.500 Euro gedeckelt. 50 % von 3.500 Euro = 1.750 Euro Zuschuss. Details stehen auf jeder Programm-Detailseite.
Bewilligungsbescheid
Das offizielle Schreiben, in dem der Fördergeber sagt: Ja, du bekommst das Geld. Erst wenn du dieses Dokument hast, darfst du (bei den meisten Programmen) mit dem Projekt starten und Verträge unterschreiben. Auch Zuwendungsbescheid genannt. Mehr zur Reihenfolge in unserer Antragshilfe.
Bewilligungszeitraum
Der Bewilligungszeitraum ist der Zeitraum, in dem du dein gefördertes Projekt durchführen und die Kosten verursachen darfst. Alles was vor oder nach diesem Zeitraum liegt, ist nicht förderfähig — auch wenn es zum Projekt gehört. Typisch sind 6 bis 24 Monate, je nach Programm. Den Zeitraum findest du in deinem Bewilligungsbescheid. Tipps im Ratgeber: Förderantrag stellen.
Bildungsgutschein
Ein Bildungsgutschein ist eine Zusage der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters, dass sie die Kosten für eine Weiterbildung übernehmen — bis zu 100 %. Voraussetzung: Du bist arbeitslos, von Arbeitslosigkeit bedroht, oder die Weiterbildung ist nötig um deinen Arbeitsplatz zu sichern. Für KMU-Mitarbeiter kommt eher das Qualifizierungschancengesetz (QCG) in Frage. Mehr im Ratgeber: QCG.
BMWK
Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz. Viele der wichtigsten Förderprogramme für Digitalisierung und KI kommen aus diesem Ministerium — darunter go-digital, das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) und der Digital Jetzt-Nachfolger. Wenn du ein Bundesprogramm nutzt, ist das BMWK häufig der Fördergeber. Alle Programme unter Förderprogramme.
Bonusförderung
Einige Programme zahlen einen Bonus auf die reguläre Förderquote, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind — zum Beispiel wenn dein Unternehmen in einer strukturschwachen Region liegt, wenn du erstmals KI einsetzt, oder wenn du besonders kleine Teams hast. Der Bonus liegt typisch bei 5-15 Prozentpunkten extra. Immer prüfen ob du qualifiziert bist — der Förder-Check hilft dabei.
BSFZ
Bescheinigungsstelle Forschungszulage. Die Stelle, die prüft, ob dein Projekt als Forschung und Entwicklung zählt. Der Antrag dort ist kostenlos. Bearbeitungszeit: ca. 3 Monate. Mehr unter Steuervorteile.
C
Cofinanzierung
Cofinanzierung (auch Kofinanzierung) bedeutet, dass ein Projekt aus mehreren Quellen finanziert wird — zum Beispiel ein Teil vom Bund, ein Teil vom Land und dein Eigenanteil. Viele EU- und Bundesprogramme setzen Cofinanzierung voraus: Du bekommst nicht 100 %, sondern einen festgelegten Prozentsatz, und den Rest bringst du selbst ein. Der Vorteil: Wenn mehrere Töpfe zusammenkommen, sinkt dein Eigenanteil deutlich. Wie das funktioniert, erklärt der Ratgeber: 5 Fördertöpfe kombinieren.
Compliance (Förder-Compliance)
Förder-Compliance bedeutet: Du hältst alle Regeln und Auflagen ein, die mit deiner Förderung verbunden sind. Dazu gehören Dokumentationspflichten, Fristen, Vergaberecht bei größeren Aufträgen und die korrekte Verwendung der Mittel. Wer sich nicht daran hält, riskiert Rückforderungen. Klingt streng, ist aber machbar wenn du von Anfang an sauber arbeitest. Tipps im Ratgeber: 5 teuerste Fehler.
D
Datenschutzfolgenabschätzung (DSFA)
Wenn dein KI-Projekt personenbezogene Daten in großem Umfang oder mit hohem Risiko verarbeitet, bist du laut DSGVO zur Datenschutzfolgenabschätzung verpflichtet. Das betrifft z. B. automatisierte Entscheidungen, Profiling oder Videoanalyse. Die DSFA dokumentiert die Risiken und deine Schutzmaßnahmen — und zeigt Aufsichtsbehörden, dass du sorgfältig arbeitest. Klingt aufwendig, ist aber mit Vorlage machbar. Ein geförderter BAFA-Berater kann dabei helfen.
De-minimis-Beihilfe
Förderungen, die unter die EU-Bagatellgrenze fallen. Du darfst als Unternehmen maximal 300.000 Euro davon in 3 Jahren erhalten. Die meisten Zuschüsse der Länder und die BAFA-Beratungsförderung sind De-minimis. Die Forschungszulage und das QCG sind es nicht. Mehr in der FAQ.
De-minimis-Erklärung
Ein Formular, das du bei fast jedem Zuschuss-Antrag ausfüllen musst. Darin listest du alle Förderungen der letzten 3 Jahre auf, die unter De-minimis fallen. Ehrlich ausfüllen — bei falschen Angaben droht Rückforderung. Tracker in unseren Downloads.
Digitalbonus
Sammelbezeichnung für Landes-Förderprogramme, die Investitionen in digitale Technologien bezuschussen. Am bekanntesten: Digitalbonus Bayern (bis 10.000 Euro Standard, bis 50.000 Euro Plus). Jedes Bundesland hat eigene Varianten. Ob dein Bundesland dabei ist, zeigt der Förder-Check.
Digitalisierungsprämie
Digitalisierungsprämie ist ein Sammelbegriff für Landesprogramme, die kleine Unternehmen bei der Digitalisierung finanziell unterstützen — meistens als Zuschuss zwischen 2.000 und 15.000 Euro. Nicht jedes Bundesland bietet eine Digitalisierungsprämie an, und die Bedingungen unterscheiden sich stark. Der Förder-Check auf ki-boost.io zeigt dir, ob es in deinem Bundesland ein passendes Programm gibt.
DSGVO-Konformität
Die Datenschutz-Grundverordnung betrifft jedes KI-Projekt: Sobald du mit personenbezogenen Daten arbeitest (Kundendaten, Mitarbeiterdaten, E-Mails), muss dein KI-Tool DSGVO-konform sein. Das bedeutet unter anderem: Datenverarbeitung in der EU, Auftragsverarbeitungsvertrag mit dem Anbieter, und eine Datenschutzfolgenabschätzung bei risikoreichen Anwendungen. Kein Nice-to-have — Pflicht. BAFA-Berater helfen auch bei DSGVO.
E
Eigenanteil
Der Eigenanteil ist der Teil der Projektkosten, den du selbst tragen musst. Bei einem Zuschuss von 50 % beträgt dein Eigenanteil die anderen 50 %. Wichtig: Der Eigenanteil muss in der Regel aus eigenen Mitteln kommen — nicht aus einer anderen Förderung für dasselbe Projekt (außer das Programm erlaubt es ausdrücklich). Plane den Eigenanteil von Anfang an realistisch ein. Rechenbeispiele im Ratgeber: Kredit oder Zuschuss?
Einzelunternehmer
Als Einzelunternehmer (Soloselbständiger ohne Angestellte) hast du bei Förderprogrammen eine Sonderstellung: Manche Programme schließen dich aus (z. B. wenn mindestens 1 Angestellter verlangt wird), andere haben spezielle Solo-Konditionen. ki-boost.io kennzeichnet alle Programme die für Soloselbständige zugänglich sind mit dem Solo-Badge. Mehr im Ratgeber: Solo-Förderungen.
ERP-Förderkredit
Kreditprogramme der KfW, finanziert aus dem ERP-Sondervermögen (ja, das stammt noch aus dem Marshallplan). Der ERP-Förderkredit Digitalisierung bietet bis zu 25 Mio. Euro zu günstigen Zinsen. Alle Kreditprogramme unter Kredite & Darlehen.
Erstattungsprinzip
Das Erstattungsprinzip bedeutet: Du bezahlst alle Projektkosten zuerst aus eigener Tasche und bekommst den Förderanteil erst nach Projektabschluss und geprüftem Verwendungsnachweis zurück. Das kann Monate dauern. Plane deshalb genügend Liquidität ein — oder prüfe ob das Programm Abschlagszahlungen erlaubt. Mehr im Ratgeber: Kredit oder Zuschuss?
ESF+ (Europäischer Sozialfonds Plus)
EU-Fonds, der viele deutsche Förderprogramme kofinanziert — darunter die BAFA-Beratungsförderung und INQA. Wenn ein Programm ESF+-kofinanziert ist, heißt das: Ein Teil des Geldes kommt aus Brüssel. Betroffene Programme erkennst du auf den Detailseiten.
F
Förderfähige Kosten
Nicht alle Projektkosten werden gefördert — nur die, die das Programm als zuschussfähig definiert. Typisch förderfähig: externe Dienstleistungen. Typisch nicht: eigene Arbeitszeit (außer bei Programmen die Personalkosten fördern). Details stehen auf jeder Programm-Detailseite.
Förderquote
Die Förderquote gibt an, welchen Prozentsatz deiner Projektkosten das Förderprogramm übernimmt. Eine Förderquote von 50 % bei 20.000 Euro Projektkosten bedeutet: Du bekommst 10.000 Euro Zuschuss, 10.000 Euro trägst du selbst. Die Quote variiert je nach Programm, Unternehmensgröße und Region — von 30 % bis zu 100 % bei bestimmten Weiterbildungen. Der Förder-Check zeigt dir die Quote pro Programm.
Förderrichtlinie
Die Förderrichtlinie ist das offizielle Regelwerk eines Förderprogramms. Sie legt fest: Wer darf beantragen? Was wird gefördert? Wie hoch ist die Förderung? Welche Fristen gelten? Die Richtlinie ist der verbindliche Text — alles andere (Flyer, Websites, auch ki-boost.io) sind nur Zusammenfassungen. Im Zweifel gilt immer die Richtlinie. Jede Detailseite verlinkt die Original-Richtlinie.
Forschungszulage
Steuerbonus auf Forschungs- und Entwicklungskosten: 25 % (Standard) oder 35 % (KMU) der FuE-Personalkosten. Unbefristet, rückwirkend beantragbar, nicht De-minimis. Die einzige große Förderung, bei der du NICHT vorher beantragen musst. Alle Details unter Steuervorteile.
Freistellungsbescheid
Ein Freistellungsbescheid bestätigt, dass dein Unternehmen oder deine Organisation von bestimmten Steuern befreit ist (z. B. bei gemeinnützigen Organisationen). Für die meisten KMU ist das nicht relevant — aber wenn du als gemeinnützige Organisation KI-Projekte umsetzen willst, kann der Freistellungsbescheid Türen zu speziellen Programmen öffnen. Prüfe mit dem Förder-Check.
FuE (Forschung und Entwicklung)
Systematische Arbeit für neue Erkenntnisse. Für die Forschungszulage zählt: Grundlagenforschung, angewandte Forschung, experimentelle Entwicklung. Reine Anwendung bestehender Technologie reicht nicht — es muss etwas Neues entstehen.
G
GRW (Gemeinschaftsaufgabe regionale Wirtschaftsstruktur)
Bund-Länder-Programm für strukturschwache Regionen. Bis 30 % Zuschuss auf Investitionen für KMU. Ob dein Standort in einem Fördergebiet liegt, zeigt der Förder-Check.
H
Haftungsfreistellung
Bei KfW-Krediten übernimmt die KfW bis zu 70 % des Kreditrisikos gegenüber deiner Hausbank. Das bedeutet: Deine Hausbank verlangt weniger Sicherheiten von dir, was den Kreditzugang deutlich erleichtert. Unter Kredite & Darlehen.
I
Innovationsgrad
Viele Förderprogramme verlangen, dass dein Vorhaben einen gewissen Innovationsgrad hat. Das heißt: Es reicht nicht, einfach einen neuen Laptop zu kaufen — dein Projekt muss etwas Neues für dein Unternehmen bringen. Bei KI-Projekten ist die Hürde meist niedrig: Wenn du zum ersten Mal KI einsetzt, ist das für dein Unternehmen Innovation genug. Du musst nicht das Rad neu erfinden. Tipps im Ratgeber: Förderantrag stellen.
INQA-Coaching
Ein gefördertes Beratungsprogramm für Unternehmen mit Mitarbeitern. Fokus: Organisationsentwicklung, Zusammenarbeit, Veränderungsprozesse. Bis zu 80 % gefördert. Nicht für Soloselbständige. Unter Beratungsförderung.
J
Jungunternehmen
Unternehmen, die weniger als ein Jahr am Markt sind. Bei der BAFA-Beratungsförderung gelten Sonderregeln: Jungunternehmen müssen vor der Beratung ein kostenloses Erstgespräch bei einer Leitstelle (z. B. IHK oder HWK) führen. Dafür gibt es oft eine höhere Förderquote (bis 80 % statt 50 %). Auch andere Programme haben spezielle Konditionen für junge Unternehmen — der Förder-Check berücksichtigt das automatisch. Mehr unter Beratungsförderung.
K
KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau)
Die Kreditanstalt für Wiederaufbau ist Deutschlands größte Förderbank. Sie vergibt keine Zuschüsse direkt, sondern zinsgünstige Kredite — den Antrag stellst du über deine Hausbank. Für KI-Projekte ist besonders der ERP-Digitalisierungs- und Innovationskredit relevant. Vorteil: Niedrigere Zinsen als am freien Markt, oft mit tilgungsfreier Anlaufzeit. Alle Programme unter Kredite & Darlehen.
KMU (Kleine und mittlere Unternehmen)
KMU steht für Kleine und Mittlere Unternehmen. Die EU-Definition: weniger als 250 Mitarbeiter UND weniger als 50 Millionen Euro Jahresumsatz ODER weniger als 43 Millionen Euro Bilanzsumme. Fast alle Förderprogramme auf ki-boost.io richten sich an KMU in diesem Sinne. Vorsicht: Wenn dein Unternehmen zu einer größeren Gruppe gehört (Partnerunternehmen, verbundene Unternehmen), werden die Zahlen zusammengerechnet. Prüfung im Förder-Check.
KOMPASS
Ein Förderprogramm der Arbeitsagentur speziell für Soloselbständige. Bezuschusst individuelle Weiterbildungen mit bis zu 90 %, maximal 4.500 Euro. Die Alternative zum QCG, das nur für Angestellte gilt. Unter Weiterbildung.
Kumulierung
Kumulierung bedeutet: Du kombinierst mehrere Förderprogramme für ein Projekt. Das ist in vielen Fällen erlaubt und sogar klug — aber es gibt Grenzen. Die Gesamtförderung darf meist nicht 100 % der Projektkosten übersteigen, und die De-minimis-Obergrenze musst du beachten. Jedes Programm hat eigene Kumulierungsregeln in der Förderrichtlinie. Mehr im Ratgeber: 5 Fördertöpfe kombinieren.
L
Leitstelle
Eine Leitstelle ist die Organisation, die deinen Förderantrag prüft und betreut — im Auftrag des eigentlichen Fördergebers (z. B. BMWK). Bei go-digital ist es das BMWK direkt, bei ZIM sind es die VDI/VDE Innovation + Technik GmbH oder die AiF. Die Leitstelle ist dein Ansprechpartner für Fragen während des Antragsprozesses. Mehr im Ratgeber: Förderantrag stellen.
Liquiditätsplanung
Bei Förderprojekten ist Liquiditätsplanung entscheidend: Du musst die Kosten oft vorstrecken und bekommst die Förderung erst später. Rechne durch, ob du die Vorfinanzierung stemmen kannst — und prüfe parallel ob ein Förderkredit (z. B. KfW) die Lücke überbrücken kann. Viele Projekte scheitern nicht am Antrag, sondern am Cashflow. Programme unter Kredite & Darlehen.
M
Machbarkeitsstudie
Manche Programme fördern vor dem eigentlichen Projekt eine Machbarkeitsstudie — also eine Voruntersuchung ob dein KI-Vorhaben technisch und wirtschaftlich sinnvoll ist. Das ist besonders nützlich wenn du dir noch nicht sicher bist, welche KI-Lösung die richtige ist. Die Studie selbst wird gefördert, und danach entscheidest du ob du das Hauptprojekt startest. Programme unter Beratungsförderung.
Mittelabruf
Mittelabruf bedeutet: Du forderst die bewilligte Förderung ab — also du sagst der Förderstelle, dass du das Geld jetzt brauchst. Bei manchen Programmen bekommst du das Geld erst nach Projektabschluss (Erstattungsprinzip), bei anderen kannst du Teilbeträge während des Projekts abrufen. Den genauen Ablauf findest du in deinem Bewilligungsbescheid unter dem Punkt Auszahlungsverfahren. Tipps im Ratgeber: 5 teuerste Fehler.
Mittelstand-Digital
Ein Netzwerk aus 29 Zentren bundesweit, die KMU kostenlos bei Digitalisierung und KI beraten. Kein Antrag, kein Geld — dafür neutrale, kompetente Beratung ohne Verkaufsinteresse. Überblick unter Beratungsförderung.
N
Nachfolger-Programm
Förderprogramme haben oft eine begrenzte Laufzeit. Wenn ein Programm ausläuft, gibt es manchmal ein Nachfolger-Programm mit angepassten Bedingungen. ki-boost.io kennzeichnet auslaufende Programme und informiert über Nachfolger, sobald sie bekannt sind. So verpasst du keinen Übergang. Aktuelle Änderungen unter Impulse.
Nachweispflichten
Wer Fördergeld bekommt, muss dokumentieren: Rechnungen sammeln, Zahlungsbelege aufbewahren und einen Sachbericht schreiben. Die Aufbewahrungsfrist beträgt je nach Programm 5-10 Jahre nach Projektende — auch nachdem das Geld längst auf deinem Konto ist. Tipp: Leg von Tag eins einen Förder-Ordner an (digital oder physisch) und sortiere jeden Beleg sofort ein. Vorlagen und Checklisten in den Downloads.
O
Overhead-Kosten (Gemeinkostenpauschale)
Indirekte Projektkosten wie Miete, Strom, IT-Infrastruktur oder Verwaltung. Viele Förderprogramme erkennen eine Gemeinkostenpauschale an — typisch 15-20 % auf die direkten Personalkosten. Das erhöht deine förderfähige Summe, ohne dass du jeden einzelnen Overhead-Beleg nachweisen musst. Ob dein Programm eine Pauschale vorsieht, steht in der Förderrichtlinie und auf der Detailseite.
P
Projektbeschreibung
Das Herzstück deines Förderantrags. Beantwortet drei Fragen: Was machst du? Warum ist es förderwürdig? Was kommt dabei raus? 1-2 Seiten reichen meist. Vorlagen in der Antragshilfe und den Downloads.
Projektskizze
Eine Projektskizze ist eine kurze Beschreibung deines Vorhabens — meist 2-5 Seiten. Viele Programme verlangen sie als ersten Schritt, bevor du den eigentlichen Antrag stellst. Darin beschreibst du: Was willst du machen? Warum ist das innovativ? Was kostet es? Wie lange dauert es? Die Projektskizze ist deine Eintrittskarte — nimm dir Zeit dafür. Vorlagen im Ratgeber: Förderantrag stellen.
Projektträger
Der Projektträger ist die Stelle, die im Auftrag des Ministeriums den Förderantrag bearbeitet, das Projekt begleitet und den Verwendungsnachweis prüft. Das kann eine staatliche Stelle sein (z. B. BAFA) oder ein beauftragtes Unternehmen. Dein Projektträger ist dein wichtigster Kontakt während der gesamten Förderlaufzeit — speichere die Kontaktdaten griffbereit. Jede Detailseite nennt den zuständigen Projektträger.
Q
QCG (Qualifizierungschancengesetz)
Gesetz, das die Weiterbildung von Beschäftigten fördert. Die Arbeitsagentur übernimmt bis zu 100 % der Kurskosten und bis zu 75 % des Gehalts (je nach Unternehmensgröße). Nur für sozialversicherungspflichtig Beschäftigte — nicht für Solos, nicht für Minijobber. Details unter Weiterbildung.
R
Rückforderung
Wenn der Fördergeber feststellt, dass du Fördergeld zu Unrecht erhalten hast (z. B. falsche Angaben, Zweckentfremdung, fehlender Verwendungsnachweis), kann er den Zuschuss zurückfordern — plus Zinsen. Vermeidungs-Tipps im Ratgeber: 5 teuerste Fehler.
S
Scoring-Verfahren
Manche Förderprogramme bewerten Anträge nach einem Punktesystem: Innovationsgrad, Marktpotenzial, Durchführbarkeit, KMU-Status und weitere Kriterien. Je höher dein Score, desto wahrscheinlicher die Bewilligung — besonders bei Programmen mit begrenztem Budget. Die Kriterien und ihre Gewichtung stehen in der Förderrichtlinie. Lies sie vor dem Schreiben deines Antrags und richte deine Projektbeschreibung gezielt danach aus. Hilfe in der Antragshilfe.
Stichtagsprinzip
Viele Programme bewilligen Anträge nach dem Stichtagsprinzip: Es gibt feste Termine (z. B. 31. März und 30. September), bis zu denen Anträge eingegangen sein müssen. Verpasst du den Stichtag, wartest du bis zum nächsten — oder das Programm ist dann ausgeschöpft. Früh einreichen lohnt sich fast immer. Aktuelle Fristen unter Impulse.
T
Tilgungsfreie Anlaufzeit
Bei Förderkrediten (z. B. von der KfW) bedeutet tilgungsfreie Anlaufzeit: Du zahlst in den ersten Monaten oder Jahren nur Zinsen, keine Tilgung. Das entlastet deinen Cashflow genau dann, wenn das Projekt läuft und noch keinen Ertrag bringt. Typisch sind 1-3 Jahre tilgungsfrei, je nach Programm. Programme unter Kredite & Darlehen.
Transformationsförderung
Transformationsförderung ist der Oberbegriff für Programme, die Unternehmen beim grundlegenden Wandel unterstützen — zum Beispiel bei der Umstellung auf KI-gestützte Prozesse, klimaneutrale Produktion oder neue Geschäftsmodelle. Der Unterschied zur normalen Digitalisierungsförderung: Es geht nicht um ein einzelnes Tool, sondern um eine tiefgreifende Veränderung des Unternehmens. Relevante Programme im Förder-Check.
U
Unternehmensberatung (BAFA)
Das offizielle BAFA-Förderprogramm heißt: Förderung von Unternehmensberatungen für KMU. Gilt seit 01.01.2023 bis 31.12.2026. Zuschuss: 50-80 % auf max. 3.500 Euro pro Beratung. Bis zu 5 Beratungen insgesamt. Aktuelle Infos im BAFA-Ratgeber-Artikel.
V
Verbundene Unternehmen
Unternehmen, die wirtschaftlich zusammengehören (z. B. gemeinsamer Gesellschafter über 25 %). Wichtig für KMU-Prüfung und De-minimis: Die Förderungen aller verbundenen Unternehmen werden zusammengerechnet. Ob du betroffen bist, hilft der Förder-Check einzuschätzen.
Vergaberecht
Wenn du mit Fördergeld Leistungen einkaufst (z. B. einen KI-Berater beauftragst oder Software anschaffst), musst du ab bestimmten Schwellenwerten Vergleichsangebote einholen. Das Vergaberecht stellt sicher, dass öffentliches Geld wirtschaftlich eingesetzt wird. Faustregel: Ab 1.000 Euro mindestens ein Vergleichsangebot, ab 10.000 Euro drei. Die genauen Schwellen stehen in deinem Bewilligungsbescheid. Mehr im Ratgeber: 5 teuerste Fehler.
Verwendungsnachweis
Nach Projektabschluss musst du der Förderstelle beweisen, dass du das Geld wie beantragt eingesetzt hast. Das ist der Verwendungsnachweis. Er besteht typischerweise aus einem Sachbericht (was hast du gemacht?) und einem zahlenmäßigen Nachweis (was hat es gekostet? mit Belegen). Tipp: Sammle Rechnungen und Belege von Anfang an strukturiert — am Ende unter Zeitdruck alles zusammensuchen ist der häufigste Stressfaktor. Vorlagen in den Downloads.
Vorhabenbeginn
Der Moment, ab dem dein Projekt offiziell begonnen hat. Bei den meisten Zuschüssen: der erste rechtsverbindliche Vertrag (nicht der erste Arbeitstag). Antrag muss VORHER gestellt sein — sonst: keine Förderung. Mehr in der FAQ.
Vorfinanzierung
Bei den meisten Zuschüssen musst du die Kosten zuerst selbst bezahlen und bekommst das Geld erst nach Einreichung des Verwendungsnachweises zurück. Plan das in deine Liquidität ein. Ein Förderkredit kann die Vorfinanzierung überbrücken.
W
Widerruf (Förderbescheid)
Ein Förderbescheid kann widerrufen werden — zum Beispiel bei falschen Angaben im Antrag, Zweckentfremdung der Mittel oder Verstoß gegen Auflagen. Die Folge: Rückzahlung des gesamten Zuschusses plus Zinsen ab dem Tag der Auszahlung. Das klingt drastisch, kommt aber nur bei groben Verstößen vor. Sauber dokumentieren, Auflagen einhalten und im Zweifel vorher beim Projektträger nachfragen schützt davor. Tipps im Ratgeber: 5 teuerste Fehler.
Wirtschaftlichkeitsnachweis
Viele Programme verlangen, dass du die Wirtschaftlichkeit deines Vorhabens nachweist: Was kostet das Projekt? Was bringt es dem Unternehmen? Gibt es günstigere Alternativen, und warum hast du dich für diesen Weg entschieden? Oft reichen 1-2 Vergleichsangebote und eine kurze Kosten-Nutzen-Rechnung. Der Nachweis ist kein Bürokratie-Monster — er hilft dir auch selbst, dein Projekt realistisch einzuschätzen. Vorlagen in den Downloads.
Z
ZIM (Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand)
Eines der größten Bundesprogramme für innovative KMU. Fördert Forschungs- und Entwicklungsprojekte mit bis zu 45 % Zuschuss. Technologie- und branchenoffen — besonders geeignet für KI-Entwicklungsprojekte. Findest du unter Zuschüsse.
Zuwendungsbescheid
Der Zuwendungsbescheid ist das offizielle Dokument, mit dem die Förderstelle dir die Förderung zusagt. Ab diesem Moment darfst du mit dem Projekt starten (nicht vorher!). Im Bescheid steht: wie viel Geld du bekommst, welche Auflagen gelten, bis wann das Projekt fertig sein muss und wie du das Geld abrufst. Behandle ihn wie einen Vertrag — jeder Satz zählt. Zum Ablauf: Antragshilfe.
Zuwendungsfähige Ausgaben
Amtsdeutsch für förderfähige Kosten — der Betrag, auf den sich die Förderung bezieht. Was genau förderfähig ist, steht auf jeder Programm-Detailseite.
Zweckbindung
Fördergeld ist zweckgebunden: Du darfst es nur für genau das einsetzen, was im Antrag steht. Willst du Mittel anders verwenden (z. B. einen anderen Dienstleister beauftragen oder den Projektfokus verschieben), musst du vorher eine Umwidmung beim Projektträger beantragen. Eigenmächtige Zweckänderung kann zur Rückforderung führen — auch wenn das neue Vorhaben sinnvoll wäre. Im Zweifel vorher fragen. Mehr im Ratgeber: 5 teuerste Fehler.
Zwischennachweis
Bei längeren Projekten (ab ca. 12 Monaten) verlangen manche Fördergeber einen Zwischennachweis — also einen Zwischenbericht über den Projektfortschritt und die bisherigen Ausgaben. Das ist kein Grund zur Sorge: Es zeigt der Förderstelle, dass dein Projekt auf Kurs ist. Wer seine Belege laufend sammelt, hat den Zwischennachweis in einer Stunde fertig. Tipps im Ratgeber: Förderantrag stellen.
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Stand: April 2026. Alle Angaben ohne Gewähr. KI-BOOST.IO bietet keine Rechts- oder Steuerberatung.